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“Gute Gründe für guten Kaffee”

Geniessen Sie Ihr Lieblingsgetränk frisch gebrüht im Café, zu Hause aus dem Kaffeevollautomaten...

Latte Macchiato

Latte Macchiato bedeutet so viel wie „gefleckte Milch“. Ein richtiger Latte Macchiato wird in einem dickwandigen hohen Trinkglas serviert und besteht aus drei Teilen: Dem Espresso, heißer Milch und Milchschaum. Auch hier ist die Reihenfolge der Zubereitung von Bedeutung. Die drei Teile müssen zudem alle die gleiche Temperatur haben, damit ein ideales Ergebnis erzielt werden kann.

Zuerst wird die Milch geschäumt und für einen Moment ruhen gelassen. Dadurch setzt sich der Milchschaum oben ab und der untere Teil wird wieder zu flüssiger heißer Milch. Diese wird in das Glas gegeben und gleich obendrauf der Milchschaum gegeben. Erst dann wird über einen Löffel der frische heiße Espresso in das Glas gegeben. Durch die unterschiedliche Dichte der Produkte entsteht das Fleckenmuster mit dem Espresso in der Mitte. Nachdem der Espresso durch den Milchschaum gegossen wurde, muss mit einem zweiten Löffel die Milchschaumschicht wieder „repariert“ werden.

Seit Neuestem gibt es Latte Macchiato in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Durch aromatisierte Sirups, sogenannte Flavours, vornehmlich in den Richtungen Vanille, Haselnuss, Karamell und Mandel, kann sich jeder seinen Macchiato aromatisieren. Idealerweise wird der Sirup bereits mit der Milch verrührt, um eine gleichbleibende Geschmacksnote zu garantieren. Das bloße Einfüllen des Aromas vor der eigentlichen Zubereitung ist leider immer noch weit verbreitet. Eine Zugabe von Kristallzucker ist bei einem aromatisierten Macchiato in der Regel nicht mehr nötig.

Cappuccino

Um den beliebten Cappuccino ranken sich viele Mythen. Der Name des Kaffeegetränks ist möglicherweise aufgrund seiner braunen Farbe den Kapuziner-Mönchen geschuldet.

Möglicherweise ist der heutige Cappuccino auch nur die Weiterentwicklung des österreichischen Kapuziners, einem Filterkaffee der mit Schlagsahne verrührt wird. Mit Schlagsahne wird ein Cappuccino allerdings nicht zubereitet. Ein echter Cappuccino wird aus Espresso und heißer, aufgeschäumter Kuhmilch hergestellt, wobei der Anteil Espresso und Milch 1:3 ist. Entgegen anderes lautenden Methoden wird der Milchanteil ausschließlich in geschäumter Form zugefügt und nicht etwa zu einem festen Teil aus heißer Milch.

Neben den Zutaten ist die Reihenfolge der Zubereitung wichtig. Der frische heiße Espresso wird in eine dickwandige vorgewärmte Tasse direkt aus der Siebträgermaschine gefüllt. Danach wird die aufgeschäumte Milch aus einem Metallkännchen zum Espresso gegeben. Aus der Art der Zubereitung haben sich regelrechte Weltmeisterschaften entwickelt. Latte Art ist die Kunst, mit viel Übung und reichlich Geschick den Milchschaum so zum Espresso zu gießen, dass verzierende Figuren entstehen. Die Angewohnheit mancher Gastronomen, Kakaopulver über den Milchschaum zu geben, dürfte bei einem professionellen Barista nur Kopfschütteln auslösen.

Espresso

Der kleine Schwarze steht für einen belebenden Erfrischungsschub, der auch in den Abendstunden noch einmal Kraft gibt. Ein Espresso wird, wenn er nach einem Original-Verfahren hergestellt wird, aus gemahlenem Kaffeepulver mit dunkler Röstung hergestellt.

Der richtige Espresso wird im sogenannten Siebträgerverfahren zubereitet. Dabei wird eine Menge von ca. 7 Gramm Kaffeepulver in ein Sieb getan und mit einem sogenannten Tamper von Hand festgedrückt. Die Ränder des Siebes werden saubergewischt, damit bei der Zubereitung kein loses Kaffeepulver im Espresso landet. Dann wird für einen einfachen Espresso rund 25 ml Wasser bei knapp 90°Celsius bei etwa neun Bar Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Durch den Druck entsteht die typische Crema.

Espresso wird in einer vorgewärmten dickwandigen Tasse serviert, damit das Getränk nicht so schnell auskühlt. In Restaurants und Cafés wird oftmals ein Glas Wasser zum Espresso serviert, damit die Bitterstoffe „weggespült“ werden können.

Übrigens: Das ein Espresso überdurchschnittlich viel Koffein enthält, ist ein Ammenmärchen. Ein einfacher Espresso enthält im direkten Vergleich mit einer Tasse aufgebrühtem Filterkaffe rund 40 % weniger Koffein. Daher ist er auch nach einem Abendessen ein krönender Abschluss.

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