Die größte Bohnenmenge liefern die Kaffeepflanzen von zwei Sorten. Hauptsächlich werden die Bohnen der Arabica-Pflanze (Coffea arabica) und der Robusta-Pflanze (Coffea canephora) zu dem schwarzen Gold verarbeitet. Die Kaffeepflanzen werden in der Natur bis zu acht Meter hoch, zur Kultivierung werden die Pflanzen auf rund die Hälfte gekürzt.
Nach sechs bis elf Monaten sind die Früchte reif und werden von Hand oder maschinell geerntet. Die Ernte per Hand ist gründlicher, denn die Früchte reifen unterschiedlich schnell. So können unreife Früchte noch am Kaffeebaum belassen und einige Wochen später geerntet werden. Bei einer maschinellen Ernte kann nicht zwischen reifen und unreifen Früchten unterschieden werden. Dadurch werden leider minderwertige Kaffee-Mischungen hergestellt.
Eine Kaffeepflanze ist je nach Gattung etwa 20 Jahre ertragreich. Allerdings sind nicht alle Kaffeepflanzen auf Plantagen kultivierbar. Die äthiopische „Wilde Bohne“ zum Beispiel wächst ausschließlich in der Region Kaffa und ist dort nur als Wildwuchs angesiedelt. Sie braucht den Boden und den Schatten der Bäume um sie herum. Der geringe Ertrag wird durch das besondere Aroma wieder wettgemacht, mit dem kein Plantagen-Kaffee mithalten kann.
Bei einer Kaffeepflanze werden die reifen, roten Kaffeekirschen geerntet. Jede Kirsche enthält zwei Bohnen. Nach der Ernte werden die Bohnen weiterverarbeitet. Sie werden entweder vom Fruchtfleisch und weiteren Partikeln gereinigt und durch die Sonne getrocknet und dann geschält. Alternativ werden sie in einem Wasserbad vorgeschält, bis sie durch eigene Enzyme fermentiert werden. Anschließend werden sie fertig geschält und getrocknet. Diese Zubereitung ist schonender und erhält mehr des wertvollen Aromas der Kaffeebohne.