Bevor eine Kaffeebohne im Handel angeboten wird, durchläuft sie mehrere Produktionsschritte. Eine rohe Kaffeebohne ist hellgelb bis weiß, eine geröstet Bohne ist dunkelbraun bis tiefschwarz. Kaffeebohnen werden bei ansteigender Temperatur zwischen 100°Celsius und 250°Celsius geröstet. Während des Röstvorgangs werden hunderte Aromastoffe freigesetzt und Wasser in den Bohnen verdampft.
Es gibt unterschiedliche Röstgrade. Die Zimtröstung ist die kürzeste Röstung, die italienische Röstung die intensivste. Als Faustregel gilt: Je heller die Röstung einer Kaffeebohne ist, desto säuerlicher ist der Geschmack. Dunkle Röstungen sind bitterer als helle Röstungen. Je dunkler die Röstung, desto eher werden die Bohnen für Espresso-Sorten verwendet.
Eine Ausnahme unter den Röstungen bildet die spanische Röstung: Hier werden die Kaffeebohnen unter Zugabe von Kristallzucker geröstet und später mit normal geröstetem Kaffee vermengt. Eine solche Mischung erhält weniger Bitterstoffe als konventionelle Mischungen. Übrigens: Kaffeebohnen werden roh in die Konsumentenländer verschickt. Die Röstung erfolgt vor Ort, da das Aroma nach der Röstung leicht verfliegt.