Um den beliebten Cappuccino ranken sich viele Mythen. Der Name des Kaffeegetränks ist möglicherweise aufgrund seiner braunen Farbe den Kapuziner-Mönchen geschuldet.

Möglicherweise ist der heutige Cappuccino auch nur die Weiterentwicklung des österreichischen Kapuziners, einem Filterkaffee der mit Schlagsahne verrührt wird. Mit Schlagsahne wird ein Cappuccino allerdings nicht zubereitet. Ein echter Cappuccino wird aus Espresso und heißer, aufgeschäumter Kuhmilch hergestellt, wobei der Anteil Espresso und Milch 1:3 ist. Entgegen anderes lautenden Methoden wird der Milchanteil ausschließlich in geschäumter Form zugefügt und nicht etwa zu einem festen Teil aus heißer Milch.

Neben den Zutaten ist die Reihenfolge der Zubereitung wichtig. Der frische heiße Espresso wird in eine dickwandige vorgewärmte Tasse direkt aus der Siebträgermaschine gefüllt. Danach wird die aufgeschäumte Milch aus einem Metallkännchen zum Espresso gegeben. Aus der Art der Zubereitung haben sich regelrechte Weltmeisterschaften entwickelt. Latte Art ist die Kunst, mit viel Übung und reichlich Geschick den Milchschaum so zum Espresso zu gießen, dass verzierende Figuren entstehen. Die Angewohnheit mancher Gastronomen, Kakaopulver über den Milchschaum zu geben, dürfte bei einem professionellen Barista nur Kopfschütteln auslösen.